{"id":1519,"date":"2014-02-26T20:11:06","date_gmt":"2014-02-26T18:11:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/?p=1519"},"modified":"2014-04-23T15:14:30","modified_gmt":"2014-04-23T13:14:30","slug":"german-steampunk-books-leseprobe-agnosia","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/?p=1519","title":{"rendered":"German Steampunk Books: Leseprobe Agnosia"},"content":{"rendered":"<div id=\"google_translate_element\"><\/div>\n<p><script type=\"text\/javascript\">\/\/ <![CDATA[\nfunction googleTranslateElementInit() {   new google.translate.TranslateElement({pageLanguage: 'de', autoDisplay: false, gaTrack: true, gaId: 'UA-21208239-6'}, 'google_translate_element'); }\n\/\/ ]]><\/script><script type=\"text\/javascript\" src=\"\/\/translate.google.com\/translate_a\/element.js?cb=googleTranslateElementInit\"><\/script><\/p>\n<p>Im Rahmen der Aktion &#8222;<a title=\"Steampunk Hands Around The World\" href=\"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/?p=1097\">Steampunk Hands Around The World<\/a>&#8220; stelle ich Euch in diesem STEAMPUNK-Monat u.a. deutsche Steampunk-B\u00fccher, -Projekte und -Autoren vor.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><a href=\"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/SPHATW2.jpg\"><img decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"aligncenter  wp-image-1110\" alt=\"SPHATW\" src=\"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/SPHATW2.jpg\" width=\"465\" height=\"147\" srcset=\"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/SPHATW2.jpg 950w, https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/01\/SPHATW2-300x94.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 465px) 100vw, 465px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Heute &#8211; exklusiv im STEAMPUNK-MONAT: Die Leseprobe aus dem ersten Kapitel des &#8222;Steamcowboy&#8220; der Serie Agnosia<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_1508\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Agnosia-Kopie.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1508\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1508  \" alt=\"Agnosia - STEAMPUNK-Serie\" src=\"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Agnosia-Kopie-300x133.jpg\" width=\"300\" height=\"133\" srcset=\"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Agnosia-Kopie-300x133.jpg 300w, https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/Agnosia-Kopie.jpg 900w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1508\" class=\"wp-caption-text\">Agnosia &#8211; STEAMPUNK-Serie<\/p><\/div>\n<p>Die Autoren\u00a0<a href=\"http:\/\/www.dreamspiral.de\/ \">Chris Schlicht<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.lucasedel.com\">Lucas Edel<\/a>, und\u00a0<a title=\"German Steampunk Authors: Carsten Steenbergen\" href=\"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/?p=1408\">Carsten Steenbergen<\/a>\u00a0pr\u00e4sentieren:<\/p>\n<p><strong>Die Maschinenlauscher<\/strong><\/p>\n<p><em>Kapitel 1<!--more--><\/em><\/p>\n<div id=\"attachment_1507\" style=\"width: 221px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/AgnosiaCover1-Kopie.jpg\"><img aria-describedby=\"caption-attachment-1507\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" class=\"size-medium wp-image-1507\" alt=\"Agnosia: Steamcowboy\" src=\"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/AgnosiaCover1-Kopie-211x300.jpg\" width=\"211\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/AgnosiaCover1-Kopie-211x300.jpg 211w, https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2014\/02\/AgnosiaCover1-Kopie.jpg 723w\" sizes=\"(max-width: 211px) 100vw, 211px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-1507\" class=\"wp-caption-text\">Agnosia: Steamcowboy<\/p><\/div>\n<p>\u00bbH\u00f6rst du schon etwas?\u00ab Nicodemus Giffords raue Stimme hallte von den schwarzen Kellerw\u00e4nden wieder.<br \/>\nSein langes wei\u00dfes Haar war am Kopf zu einem Dutt geknotet und sein Bart in ein rotes Halstuch gewickelt. Auf seiner Stirn gl\u00e4nzte eine Schwei\u00dferbrille.<br \/>\n\u00bbNein, Vater. Du musst wohl raus. Tut mir leid\u00ab, kam die Antwort von Jeffersyn Gifford. Er beobachtet den Nebel im mannshohen Glaskolben. Das Gas waberte und rotierte bedrohlich vor sich hin, wie eine Wolke kurz vor einem Unwetter. Es gl\u00fchte in einem unwirklichen Gr\u00fcn.<br \/>\nNicodemus knurrte. Er sah seinen Sohn an den Elektroden hantieren, die die Elektrizit\u00e4t in den Kolben leiten sollten. Er setzte seine Brille auf und winkte ihm zu.<br \/>\nJeffersyn streckte ihm den Zeigefinger entgegen, deutete nach drau\u00dfen und kletterte auf einen Holzthron, der zwischen zwei Schalltrichtern stand, die so gro\u00df waren wie M\u00fchlr\u00e4der. Er zog ein Taschentuch aus dem Hosensack und verband sich damit die Augen. Seine flache, scharf geschliffene Nase sah nun unnat\u00fcrlich deplatziert aus in seinem Gesicht.<br \/>\nNicodemus stellte sich mit dem R\u00fccken an die Kellerwand und legte einen Hebel um. Es krachte, als sich die Plattform an einem langen Stahlarm samt dazugeh\u00f6riger Wand vom \u00fcbrigen Keller l\u00f6ste und in die Nacht ratterte.<br \/>\nUnter seinen F\u00fc\u00dfen erkannte er das bleigraue Wasser des Malaar-Meeres durch die Gitter. Welle um Welle schlug mit dumpfen Wogen an die st\u00e4hlernen Schiffsw\u00e4nde, auf denen die Stadt Agnosia ruhte. Es klang, als w\u00fcrde ein ungebetener Gast zu n\u00e4chtlicher Stunde ans Tor klopfen.<br \/>\nDer Wind pfiff dem alten Ingenieur um die Ohren. Grimmig biss er in das rote Halstuch und zog es \u00fcber seine Lippen.<br \/>\nVorsichtig tastete er nach zwei Sicherheitsgurten, schl\u00fcpfte mit den Schultern hinein und verschloss das Geschirr vor seiner Brust mit einem Karabiner. Aus der Brusttasche seiner Lederweste zog er einen Phosphorknaller. Er entz\u00fcndete ihn und warf ihn zur\u00fcck in den Keller. Es blitzte grell und Nicodemus begann zu z\u00e4hlen.<br \/>\n\u00bbDrei.\u00ab<br \/>\nMit dem rechten Fu\u00df hob er einen Hebel an. Die Kellerwand hinter ihm wurde vom Wind weggezogen und segelte wie ein Drache in den schwarzen Himmel. Das Stahltau an dem sie hing, entrollte sich mit lautem Quietschen unter seinen F\u00fc\u00dfen. Ungesch\u00fctzt stand er auf der Plattform. Die B\u00f6en lie\u00dfen ihn schwanken.<br \/>\n\u00bbZwei.\u00ab<br \/>\nEr drehte sich um und postierte sich vor einer Holzkonsole mit Messinggriffen und einem Steuerrad. Drei lose Karabiner seines Brustgeschirrs fixierte er jeweils an den Seiten des Tischchens.<br \/>\nDer Wind spielte mit der Kellerwand am Himmel und lie\u00df sie nach rechts und links schwingen. Das Stahltau hielt die Wand, so gut sie konnte. Wie ein Kinderdrache tanzte die umfunktionierte Wand zwischen den Wolken. Nicodemus steuerte sie so pr\u00e4zise, wie es die Kraft seiner Arme zulie\u00df.<br \/>\n\u00bbEins\u00ab, br\u00fcllte er in den aufkommenden Sturm.<br \/>\nAm Himmel machten sich erste Blitze bemerkbar. Konzentriert steuerte Nicodemus den Drachen in ihre Richtung. Vorsichtig z\u00fcngelten die ersten Entladungen am Rand des Metalldrachen entlang, stie\u00dfen ihn aber wieder fort.<br \/>\n\u00bbKomm schon. Zeig mir wie stark du bist\u00ab, rief er.<br \/>\nErneut n\u00e4herte er den Drachen der Wolke an. Die Blitze waren abgeflaut. Nicodemus hielt den linken Hebel mit eiserenem Griff und drehte am Steuerrad, als pl\u00f6tzlich mit einem gewaltigen Krachen, ein Blitz in die Metallwand einschlug.<br \/>\n\u00bbNull!\u00ab, br\u00fcllte er \u00fcber seine Schulter, wohl wissend, dass ihn sein Sohn nicht h\u00f6ren konnte. Immer wieder br\u00fcllte er: \u00bbNuuuull, nuuull, nuuuull, Jeff verdammt, nuuuuull.\u00ab<br \/>\nDie Entladung kroch die Stahltrosse entlang aus dem Himmel herab. Das grelle Licht zischte knisternd zwischen seinen Beinen hindurch, hinein in den Keller. Er sah nach oben. Weit \u00fcber ihm an der Reling der \u201eHephaistos\u201c, in deren Leib sie ihr Labor betrieben, hatten sich ein paar Schaulustige versammelt die mit Fingern auf den Drachen zeigten und mit den H\u00e4nden ihre H\u00fcte hielten.<br \/>\nNicodemus fluchte. Er drehte sich wieder um, beugte sich nach vorne und begann die Wand mit einer Seilwinde einzuholen.<br \/>\nDer Schwei\u00df lief ihm \u00fcber die Stirn und in den Nacken, w\u00e4hrend er keuchend kurbelte.<br \/>\nAls die Wand wieder an ihrem Platz war, konnte er es kaum erwarten, bis sich die Plattform wieder ins Innere des Kellers bewegt und der Metalldrache das Loch in der Au\u00dfenwand Agnosias verschloss. Sein Herz klopfte ihm im Hals.<br \/>\nEr l\u00f6ste sich aus dem Geschirr und hastete durch den Keller zu Jeffersyn. \u00bbWas f\u00fcr ein Stromschlag. Hast du was geh\u00f6rt?\u00ab<br \/>\nSein Sohn sa\u00df auf dem Thron zwischen den beiden Schalltrichtern. Seine Arme ruhten auf den Lehnen. Nicodemus konnte sehen, wie seine Fingern\u00e4gel tiefe Furchen in das Holz geschabt hatten.<br \/>\nJeffersyn schluckte. Dann sagte er: \u00bbNichts.\u00ab<br \/>\nNicodemus riss die Schwei\u00dferbrille von den Augen und schleuderte sie in ein Regal mit sorgf\u00e4ltig sortierten Zahnr\u00e4dern, die in alle Richtungen ins Dunkel davon h\u00fcpften.<br \/>\n\u00bbDas ist unm\u00f6glich. Die Berechnungen stimmen, verdammt \u2026\u00ab Er verstummte.<br \/>\nJeffersyn nahm die Augenbinde ab. Er sah ins Gesicht seines Vaters, dessen Augen vom Schreck geweitet an die Kellerdecke blickten.<br \/>\nEr drehte sich in seinem Holzthron um und kniete sich auf die Sitzfl\u00e4che. \u00bbBei den G\u00f6ttern \u2026 sind sie das?\u00ab<br \/>\nDas aufgeladene Gas warf grelles Licht an die Decke. Zwischen den Schlieren tauchte eine geisterhafte Fratze auf. Die dunkeln Schatten zweier Augenh\u00f6hlen bewegten sich langsam durch die Rotation des Gases.<br \/>\n\u00bbIst das ein Artefakt?\u00ab, fragte Jeffersyn leise.<br \/>\nNicodemus wollte gerade mit den Schultern zucken, als das Augenpaar unvermittelt still stand und die beiden M\u00e4nner fixierte. Mit einem grauenvollen Kreischen l\u00f6ste es sie sich auf und das Leuchten des Gases erstarb im Kolben.<br \/>\nJeffersyn kroch vom Thron. Seine zitternden Finger suchten auf der Werkbank nach einem Streichholz. Er entz\u00fcndete es und entfachte eine Gaslaterne.<br \/>\n\u00bbDu sagtest, man kann sie nur h\u00f6ren\u00ab, fuhr er seinen Vater an.<br \/>\n\u00bbAch komm schon. Das kann alles M\u00f6gliche gewesen sein\u00ab, antwortet Nicodemus.<br \/>\nJeffersyn nahm die Laterne und drehte sich um. Im Schein des sanften Lichtes waren nur mehr die Gesichter der M\u00e4nner zu sehen.<br \/>\n\u00bbSeit ich ein Kind war, hast du mir von ihnen erz\u00e4hlt. Im Sturm kann man sie h\u00f6ren, sagtest du, in mondlosen N\u00e4chten, wenn man das Ohr auf die Planken des gro\u00dfen Anlegers presst, sagtest du &#8230; aber niemals \u2026\u00ab, Jeffersyn packte seinen Vater am Kragen, \u00bb \u2026 niemals k\u00f6nnte man sie sehen.\u00ab<br \/>\nEr atmete schwer.<br \/>\nNicodemus l\u00e4chelte ihn an. \u00bb\u00c4ndert das was?\u00ab<br \/>\n\u00bbOb das was \u00e4ndert? Das \u00e4ndert einfach alles. Es ist eine Sache ob wir sie belauschen, aber eine ganze andere wenn wir sie beobachten.\u00ab<br \/>\n\u00bbAch was.\u00ab Nicodemus versuchte sich aus dem Griff seines Sohnes zu befreien.<br \/>\n\u00bbBegreifst du nicht? Sie haben nun auch uns gesehen. Sie wissen, dass wir hinter ihnen her sind.\u00ab<br \/>\nJeffersyn stie\u00df seinen Vater w\u00fctend zur Seite und stapfte die Treppe zum n\u00e4chsten Deck hinauf.<br \/>\n\u00bbDas war doch ohnehin der Plan. Phase III, wenn ich mich recht entsinne\u00ab, rief ihm Nicodemus nach.<br \/>\nJeffersyn drehte sich auf den Stufen halb zu ihm um. Mit dem Zeigefinger deutete er auf den Glaskolben.<br \/>\n\u00bbPhase III sollten wir fr\u00fchestens in f\u00fcnf Jahren erreichen. Wir sind in keiner Weise vorbereitet auf das da. Wir werden Ulysses brauchen.\u00ab Er stieg weiter die Stufen hinauf.<br \/>\nNicodemus riss sich das Halstuch vom Mund. Er pfiff durch die Z\u00e4hne und sprintete los.<br \/>\nJeffersyn \u00f6ffnete die Kellert\u00fcr und trat ins Esszimmer.<br \/>\nDer sauber gepflegte Esstisch mit geh\u00e4keltem Tischdeckchen stand auf einem dicken orientalischen Teppich. An den Schiffsw\u00e4nden hingen \u00d6llampen, die den Raum in ein warmes Licht tauchten.<br \/>\nNicodemus packte Jeffersyn am Handgelenk.<br \/>\n\u00bbDu willst Ulysses zur\u00fcckholen?\u00ab In seiner Stimme schwang \u00dcberraschung und Hoffnung.<br \/>\nAus der K\u00fcche trat Beatrice. Sie wischte die H\u00e4nde an ihrer K\u00fcchensch\u00fcrze ab. Ihr blondes Haar hing in einem langen Zopf \u00fcber ihre linke Schulter. Ihr blaues Samtkleid, war mit gro\u00dfen wei\u00dfen Rosen bestickt. Sie roch nach frischem Apfelkuchen.<br \/>\n\u00bbWas ist mit unserem Sohn?\u00ab<br \/>\nJeffersyn sah ihr in die Augen. Er riss sich von Nicodemus los, sch\u00e4lte seine H\u00e4nde aus den braunen Lederfingerlingen, nahm ihr Gesicht und k\u00fcsste sie auf die Stirn.<br \/>\n\u00bbEs ist soweit, ich muss gehen.\u00ab<br \/>\nBeatrice sah ihn ver\u00e4ngstigt an.<br \/>\n\u00bbJetzt schon?\u00ab<br \/>\n\u00bbSchn\u00fcr mir ein Paket mit Wurst, Brot und leg eine Flasche Wein dazu.\u00ab<br \/>\nEr sah seinem Vater noch einmal von oben bis unten an.<br \/>\n\u00bbSchreib ihm, dass die Olympiade bald beginnt. Er wird teilnehmen. Dann haben wir ihn in der Stadt und wir verlieren nicht unser Gesicht.\u00ab<br \/>\nNicodemus streckte seinen R\u00fccken durch. Seine Halswirbel knackten.<br \/>\n\u00bbFeigling\u00ab, fl\u00fcsterte er.<br \/>\nJeffersyn zuckte mit den Schultern und verlie\u00df das Esszimmer. Beatrice und Nicodemus h\u00f6rten, wie er ein Deck h\u00f6her stieg und im Schlafzimmer die Kleidertruhe \u00f6ffnete.<br \/>\n\u00bbWas habt ihr beide da unten getrieben? Es h\u00f6rte sich an, als wolltet ihr alle Schotts von hier bis Bug 18 aufrei\u00dfen.\u00ab<br \/>\nNicodemus legte seine H\u00e4nde auf ihre Schultern und dr\u00fcckte sie. \u00bbAlles verl\u00e4uft nach Plan. Dein Mann hat ein bisschen Angst bekommen, weil es schneller geht als erwartet. Alles wird gut.\u00ab<br \/>\n\u00bbSollen wir Anna sagen, dass Ulysses wieder nach Hause kommt?\u00ab<br \/>\nNicodemus grinste.<br \/>\n\u00bbDie kleine Anna Jouwa wird mit der \u00dcberraschung schon umgehen k\u00f6nnen, keine Sorge. Diese alten Seenomanden-M\u00e4dchen sind z\u00e4h.\u00ab<br \/>\nEr nahm seine H\u00e4nde von seiner Schwiegertochter. Zwei schwarze Ru\u00dfflecken in Form seiner Finger blieben am Stoff zur\u00fcck. Beatrice verzog den Mund.<br \/>\n\u00bbOh, tut mir leid. Kleines Andenken an den netten Abend\u00ab, grinste er verschmitzt.<br \/>\nEr tippte sich mit den Kn\u00f6cheln an die Stirn, wie ein Maat und stapfte zum Hausschott.<br \/>\n\u00bbWo willst du denn bitte nun mitten in der Nacht noch hin in diesem Aufzug?\u00ab, fragte Beatrice, w\u00e4hrend sie mit dem feuchten Geschirrtuch vorsichtig den Ru\u00df wegtupfte.<br \/>\nNicodemus nahm seinen Pelzmantel vom Haken und schl\u00fcpfte hinein. Er l\u00f6ste seinen Dutt und lie\u00df das wallende Haar \u00fcber den Pelzkragen fallen, indem er den Kopf hin und her sch\u00fcttelte. Sein rotes Taschentuch kn\u00fcpfte er ab und steckte es in die Hosentache. Sein schneewei\u00dfer Vollbart leuchtete ehrfurchtgebietend vor dem grauschwarzen Metall des Hausschotts.<br \/>\n\u00bbIch denke es ist Zeit f\u00fcr ein kleines Liebesman\u00f6ver mit Lady Syrena Nova.\u00ab<\/p>\n<p><strong>Morgen geht es weiter mit den Interviews der Autoren von &#8222;Agnosia: Steamcowboy&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Zu finden sein wird die Serie \u00fcbrigens im Netz unter\u00a0<a href=\"http:\/\/agnosia-serie.com\">agnosia-serie.com<\/a>\u00a0oder auf\u00a0<a href=\"http:\/\/facebook.com\/agnosiaserie\">facebook<\/a>.\u00a0Dort wird es alle Neuigkeiten \u00fcber die neuen B\u00e4nde und die weiteren Abenteuer geben.<\/p>\n<div class=\"fb-comments\" data-href=\"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/?p=1519\" data-width=\"470\" data-num-posts=\"10\"><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Rahmen der Aktion &#8222;Steampunk Hands Around The World&#8220; stelle ich Euch in diesem STEAMPUNK-Monat u.a. deutsche Steampunk-B\u00fccher, -Projekte und -Autoren vor. Heute &#8211; exklusiv im STEAMPUNK-MONAT: Die Leseprobe aus dem ersten Kapitel des &#8222;Steamcowboy&#8220; der Serie Agnosia Die Autoren\u00a0Chris &hellip; <a href=\"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/?p=1519\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0},"categories":[244,1,173,55,33,203,30,57,117,116,290,284],"tags":[343,346,27,67,345,296,38,419,34,14,293,344,16,11,24,347,73,297,295,15,424],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1519"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1519"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1519\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1536,"href":"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1519\/revisions\/1536"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1519"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1519"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.andreas-dresen.de\/wordpress\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1519"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}